„Wie es überall zu grüneln anfängt, wohl gar ein Schmetterling aufsteigt, wie nach und nach alles zusammenkommt, was zum Frühling etwa gehört” – Robert Schumann
Zusätzlich zum Semesterprogramm veranstaltet das SOM anlässlich seines 50. Jubiläums erstmalig ein zusätzliches Pfingstprojekt, bei dem während der universitären Pfingstferien ein Projektorchester unter Beteiligung zahlreicher Musikerinnen und Musiker diverser Orchester der Region ein Konzertprogramm unter Leitung von Farhad Garayusifli erprobt und in St. Theresia zur Aufführung gebracht wird:
- Felix Mendelssohn Bartholdy | Meeresstille und glückliche Fahrt (1828)
- Robert Schumann | Sinfonie Nr. 1 in B-Dur „Frühlingssinfonie“ (1841)
Die Überschriften „Meeres Stille“ und „Glückliche Fahrt“ könnten Idealbedingungen für die Überfahrt von Sizilien nach Neapel bezeichnen – nicht jedoch zur Zeit Goethes und der Segelschifffahrt. Bei seiner Fahrt über das tyrrhenische Meer fürchtet dieser die Gefahr eines Schiffbruchs vor Capri, während einer Flaute – der Meeresstille –, bevor doch der erlösende Wind aufkommt und die Fahrt sicher fortgesetzt werden kann. Die lyrisch-kunstvolle Gegenüberstellung Goethes regte Felix Mendelssohn Bartholdy zur Komposition einer Ouvertüre an, die die Stimmungen in ein gedämpft-ruhiges, aber andeutungsvolles Adagio und ein beschwingtes Molto allegro e vivace übersetzt.
Eine ganze Sinfonie aus einer poetischen Idee abzuleiten, vermochte Robert Schumann mit seinem ersten Werk der großen Form: „O wende, wende deinen Lauf / Im Thale blüht der Frühling auf!“ von Adolf Böttger könnte die Inspiration für den Trompeteneinsatz im ersten Satz gewesen sein, welcher formgebend für die ganze Sinfonie wirkt. Ohne dabei Programmmusik zu sein, entwickelt die im „Frühlingsdrang“ komponierte Sinfonie musikalisch den heiteren Gedanken des Frühlings und nahenden Sommers.
Dirigent | Farhad Garayusifli
Der Eintritt ist frei. Um Spenden zur Finanzierung des Konzertes und des Projekts wird am Ausgang herzlich gebeten.

